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Viele Menschen zeigen sich solidarisch und helfen nach der Katastrophe. Ob mit Spenden, Fahrzeugen oder Muskelkraft – jeder unterstützt, wie er kann Bild: Privat

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Gelebte Solidarität nach der Flut Zahlreiche Helfer packen ohne zu zögern an

16.09.2021

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen (NRW) eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Von den verheerenden Wassermassen wurden ganze Landstriche verwüstet. Am schwersten betroffen ist das Ahrtal. Erhebliche Schäden entstanden jedoch auch im Rhein-Erft-Kreis.

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Nicht in Worte zu fassen

Alleine in der Stadt Erftstadt stellten rund 3.500 Haushalte einen Antrag auf Soforthilfe des Landes. Aber ungeachtet der finanziellen Hilfen sei es vor allem die tatkräftige Unterstützung und das Miteinander gewesen, das in beeindruckender Weise den Gemeinsinn verdeutlicht habe, so Stephan Bremer, Ortsbürgermeister von Friesheim. „Diese unglaubliche Tatkraft von Nachbarn, ortsansässigen Firmen, den Landwirten, aber auch Auswärtigen, die ohne langes Zögern zugepackt haben – jeder nach seinen Möglichkeiten. Diese Solidarität ist nicht in Worte zu fassen. Wir werden noch lange Zeit mit den Folgen der Flutkatastrophe zu kämpfen haben. Aber sicher ist, dass wir ohne das Mitwirken der Zivilgesellschaft längst nicht so weit wären, wie wir es jetzt sind. Dafür möchte ich allen, die sich engagiert haben, herzlich danken.“

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Bundesweite Spendenkonten

Ein weiterhin wichtiger Baustein zur Bewältigung der Hochwasserschäden bildet die enorme Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Alleine durch die vom Land initiierte Aktion „NRW hilft“ sind annähernd 14 Millionen Euro an Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt worden. Bundesweit wurden Spendenkonten eingerichtet, die auch weiterhin Spenden entgegennehmen. Die Stadt Erftstadt hat über das Spendenkonto 6,9 Millionen Euro generiert. Unter Einhaltung bestimmter Kriterien können Betroffene hiernach bis zu 5.000 Euro, wer sein Haus verloren hat, bis zu 10.000 Euro aus dem Spendentopf der Stadt erhalten. Für Härtefälle hat die Kommune Sonderregelungen in Aussicht gestellt. Die Antragsfrist ist gestern, 15. September, abgelaufen.  

Zahlreiche Helfer packen ohne zu zögern an Image 2

Die Spendenkonten sind weiterhin geöffnet. Hier eine Auswahl:

Stadt Erftstadt
Kreissparkasse Köln
Kennwort: „Hochwasserhilfe“
IBAN: DE20 3705 0299 0190 2794 24

Rhein-Erft-Kreis
Kreissparkasse Köln
Kennwort: „Hochwasserhilfe“
IBAN: DE72 3705 0299 0142 0012 00

Hilfestellungen unter www.erftstadt.de und www.helft-erftstadt.de.
Weitere Kontaktmöglichkeiten für Betroffene der Hochwasserkatastrophe: 02235/409850 (Mo.–Fr., 10 bis 15 Uhr), hochwasser@erftstadt.de