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Illustration von Sophia Hirsch zu ERNST BUSCH – DER LETZTE PROLET Entwurf einer Comic-Oper in drei Akten Bild: Sophia Hirsch

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Ernst Busch – Der letzte Prolet Eine Comiclesung in drei Akten

29.04.2021

Der Titel wirft Fragen auf, und gleich in mehrfacher Hinsicht. Prolet gilt heute als Schimpfwort, steht eher für einen Mangel an Kultur als einen Mangel an Einkommen und Vermögen. Zur Zeit der Weimarer Republik, als der gelernte Werkzeugmacher, Schauspieler und Sänger Ernst Busch zur Ikone des Sozialismus und Antifaschismus aufstieg, galt es als Adelsprädikat einer zu politischem Selbstbewusstsein gelangten Arbeiterklasse und Unterschicht. In diesem Sinn wiederum fragt sich, warum nun Busch der letzte seiner Art gewesen sein soll. Der Historiker und Busch-Biograf Jochen Voit gibt überzeugende Antworten darauf. Plakativ, direkt und streitbar. Dabei durchweg eingängig und von hohem Unterhaltungswert. Geschichtsbetrachtung im musikalischen Comic-Format. Für die Kölner Uraufführung des Projekts durch das Stuttgarter Ensemble Ascolta und den Sänger Justin Caulley dienen die Texte von Voit und die Bildsequenzen von Sophia Hirsch als Ausgangsmaterial, die Musik stammt von Gordon Kampe. Ein Porträt? Eine Hommage? Graphic Novel! Mit Musik.


Do. 6. Mai 2021

18 Uhr
wdr.de/k/kulturambulanz

Gordon Kampe:

ERNST BUSCH – DER LETZTE PROLET

Comic-Lesung in drei Akten. Mit Texten, Zeichnungen und Video von Jochen Voit und Sophia Hirsch und Live-Musik von Gordon Kampe.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW