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Der „dicke Pitter“ läutet das nächste Mal am 31. Oktober – am Vorabend von Allerheiligen Bild: Jogerken/stock.adobe.com

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Endlich wieder geöffnet Statt der üblichen 25.000 Menschen pro Tag kommen aktuell 10.000 in den Dom – Turmbesteigung, Führungen und Einkäufe in den Shops sind möglich

8.10.2020

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie in Deutschland musste selbst der Kölner Dom für einige Wochen seine Pforten für Touristen schließen. Alle Führungen wurden abgesagt. Die Turmbesteigung – eine nicht unbeträchtliche Einnahmequelle des Doms – war über viele Monate nicht möglich. Die Schatzkammer blieb für Besucher versperrt, und die Shops konnten keine Kunden empfangen. In dieser schwierigen Zeit gingen mehrere aufmunternde Signale vom Wahrzeichen der Stadt aus. So drehten Kasalla Anfang April ein Video zu einer A-cappella-Version ihres 2012 veröffentlichten Songs „Immer noch do“. Darin stehen die Musiker im Licht der aufgehenden Sonne auf dem Vierungsturm unter der Petersglocke, dem „dicken Pitter“. Auch Sänger Michael Patrick „Paddy“ Kelly und Rapper „MoTrip“ nahmen im Mai in dem Gotteshaus ein Konzert auf. „Es war sehr bewegend in dieser leeren Kathedrale zu singen, in der sonst täglich 30.000 Besucher ein und aus gehen“, schrieb Kelly auf Facebook. Zum Glück ist der Dom inzwischen wieder für Touristen geöffnet.

Tine Thing Helseth - Marie Jacquot - Benefizkonzert Initiative »Wir helfen«

Maximal 300 Besucher

Doch es kommen weitaus weniger Besucher als vor Ausbruch der Pandemie in die Kathedrale: Aktuell etwa 10.000 statt der üblichen rund 25.000 Menschen pro Tag. Touristen müssen ihre Mund-Nasen-Bedeckung im Dom tragen und Abstand halten. Die Besichtigung ist nur auf einem festen, abgekordelten Besucherweg möglich. Der Chorumgang bleibt aktuell geschlossen. Maximal 300 Menschen dürfen sich gleichzeitig in der Kirche aufhalten. Weniger Führungen werden gebucht, Spenden und Kollekten sind deutlich zurückgegangen.


"Aufmunternde Musik in Zeiten der Pandemie"


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Für eine neue Version von „Immer noch do“ drehte Kasalla einen Teil des Videos auf dem Vierungsturm Bild: benwolf2017
Für eine neue Version von „Immer noch do“ drehte Kasalla einen Teil des Videos auf dem Vierungsturm Bild: benwolf2017

Für den laufenden Unterhalt wird nun auf Rücklagen zurückgegriffen, eigentlich geplante Projekte werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Den baulichen Erhalt des Doms stellen langfristig das Land NRW, die Stadt Köln und das Erzbistum Köln zusammen mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln sicher, wobei sich auch hier Einnahmeausfälle aus Sonderführungen auswirken. Wer dem Kölner Dom gerne eine Spende zukommen lassen möchte, kann dies an einem digitalen Opferstock tun. Am Gerät im Eingangsbereich können Besucher einen Betrag auswählen und dann ihre EC- oder Kreditkarte vor einen Sensor halten. Der Kontoauszug gilt als Spendenquittung für das Finanzamt.

Voranmeldung für Gottesdienste

Alle Gottesdienste im Kölner Dom können ohne Voranmeldung besucht werden. Allerdings wird für die Messen am Sonntag um 10 und 12 Uhr eine vorherige Anmeldung empfohlen, entweder unter www.koelner-dom.de/zugangskarten oder per Telefon unter 0221/17940-222 von mittwochs bis freitags jeweils zwischen 11 und 13 Uhr.