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Zu den empfohlenen Ertüchtigungen zählen unter anderem Radfahren und Laufen Bild: Robert Kneschke/adobestock.com

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Einem Infarkt vorbeugen Mit diesen Sportarten halten Senioren ihr Herz fit

26.05.2021

Herzexperten wissen: Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine koronare Herzkrankheit (KHK) zu entwickeln – den Vorläufer der meisten Herzinfarkte – beträgt bei Männern fast 50 Prozent und bei Frauen um die 30 Prozent. Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich das Erkrankungsrisiko bis zu 90 Prozent senken und auch ein Fortschreiten der Herzkrankheit im Alter bremsen. Sport spielt hierbei eine wichtige Rolle.

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Medikamente vermeiden

Wer sich regelmäßig bewegt, wirkt Risikofaktoren für ein krankes Herz entgegen. Dazu gehören Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Übergewicht und Stress. Ausdauersport wird von der Deutschen Hochdruckliga e. V. als die wichtige Maßnahme zur Bekämpfung eines erhöhten Blutdrucks empfohlen. Bei geringem Bluthochdruck könnten Betroffene durch regelmäßigen Ausdauersport sogar einen normalen Blutdruck erreichen und damit eine medikamentöse Therapie vermeiden.

Den Körper stärken

Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, hat ein größeres und stärkeres Herz als Nichtsportler. Statt etwa 20 Litern kann das Herz eines Ausdauersportlers pro Minute bis zu 35 Liter durch den Körper pumpen. Auch die Sauerstoffversorgung ist bei Trainierten besser. Krafttraining ist für Senioren ebenfalls von Bedeutung: Es stärkt den Körper und die Muskelkraft, stützt die Gelenke und wirkt Stürzen entgegen. Studien haben gezeigt, dass ältere Menschen, die mit dem Krafttraining beginnen, ihre Muskelkraft um bis zu 200 Prozent steigern können. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin empfiehlt, das Training zu 70 Prozent aus Ausdauer, 20 Prozent aus Muskelaufbau und zehn Prozent aus Beweglichkeit zusammenzusetzen.

In jedem Alter

Laut dem Berufsverband der Deutschen Internisten ist der Mensch jenseits der 50 gerade in Ausdauersportarten am leistungsfähigsten. Dazu zählen Joggen, Schwimmen, Radfahren, Walken und Wandern. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, sich vier- bis fünfmal pro Woche für eine halbe Stunde intensiver und ausdauernd zu bewegen. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO rät, etwa 150 Minuten pro Woche aktiv zu sein. Dazu zählt Bewegung im Alltag wie Spaziergänge, Gartenarbeit und Treppensteigen.


"Ein Handicap muss kein Hindernis sein"


Vor dem Start zum Arzt

Neueinsteiger sollten sich langsam an dieses Trainingspensum herantasten, um Herz und Gelenke nicht zu überfordern. Die wichtigste Maßnahme für Senioren, die mit dem Sport beginnen möchten, ist eine Untersuchung beim Arzt. Der Check-up 35 etwa wird ab 35 Jahren alle zwei Jahre von den Krankenkassen übernommen. Neben dem allgemeinen Gesundheitszustand wird mithilfe eines Belastungs-EKGs die Leistungsfähigkeit des Herzens bestimmt. Anschließend können die Trainingsintensität, die Übungshäufigkeit und die passende Sportart für den Start besprochen werden.

Drei Favoriten

Die günstigen Wirkungen aufs Herz sind für moderate Ausdaueraktivitäten nachgewiesen. Experten zufolge kann die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Hilfe dieser Sportarten um etwa 20 Prozent verringert werden. Es lohnt sich für Senioren also, sportlich aktiv zu sein. Drei geeignete Disziplinen, mit denen Senioren ihr Herz fit halten, sind Jogging, Schwimmen und Radfahren. Diese Sportarten trainieren sowohl die Ausdauer als auch die Kraft. Selbst Handicaps wie eine eingeschränkte Mobilität sind oft kein Hindernis. Senioren, die gezielter und mit professioneller Unterstützung Sport treiben möchten, können in Vereinen und Fitnessstudios in der Nähe nachfragen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Angeboten für ältere Teilnehmer. Hierbei werden Ausdauer, Muskelkraft, Koordination und Beweglichkeit gezielt trainiert. (mit Material von dpa)