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Bild: Christoph Seelbach

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Eine richtig runde Sache Das KVB-Rad rollt seit fünf Jahren durch die Stadt und weiter in die Zukunft – Bislang fanden rund 4,5 Millionen Fahrten statt

11.09.2020

Im Mai 2015 startete die KVB ihr Leihradangebot – das KVB-Rad feiert nunmehr seinen fünften Geburtstag. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner nextbike aus Leipzig etablierte das Verkehrsunternehmen seinerzeit einen weiteren Baustein des Kölner Umweltverbundes. Zugleich musste mit dem Ablauf der ersten fünf Jahre dieses Angebot neu ausgeschrieben werden. Das Vergabeverfahren für den nächsten Vertrag wurde nun abgeschlossen: Die Firma nextbike wird auch in der kommenden Vertragslaufzeit der Kooperationspartner beim Leihradangebot sein. Gute Bilanz. Die Zahlen der ersten fünf Jahre können sich sehen lassen: Insgesamt fanden 4,5 Millionen Fahrten mit den Leihrädern statt. Dabei war das Jahr 2018 mit über 1,22 Millionen Ausleihen das bisher beste. Nahe an diesen Wert gelangte überdies das Jahr 2019 mit fast 1,2 Millionen Fahrten. Anfang Mai 2020 wurden rund 149.000 registrierte Nutzer verzeichnet. Für Köln mit seinen 1,1 Millionen Einwohnern ist das durchaus beachtlich. Die durchschnittliche Fahrtdistanz über alle Ausleihen der ersten fünf Jahre beträgt 1,66 Kilometer Luftlinie; real werden es also zwei bis drei Kilometer im Mittel sein.


"Für Kunden mit Zeittickets sind die ersten 30 Minuten frei"


Viele Vorteile. Die Besonderheit des Angebotes liegt darin, dass die Inhaber von Zeittickets des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) das KVB-Rad während der ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenfrei nutzen können. Die Chipkarte mit dem VRS-Ticket kann zur Buchung der Bikes genutzt werden. Ein großer Vorteil ist, dass die Zweiräder in den ÖPNV integriert wurden. Es macht keinen Unterschied, mit welchem Verkehrsunternehmen innerhalb des VRS die Kunden ihren Zeitticket-Vertrag abgeschlossen haben. Hier schließt die Frage an, welche Tickets die Nutzer des KVB-Rades besitzen? Spitzenwerte entfallen da mit 39 Prozent der Fahrten auf Inhaber des SemesterTickets der Uni Köln und mit 26 Prozent auf solche mit Job-Ticket. Aber die Bikes werden auch von Menschen genutzt, die kein Zeitticket besitzen und ab der ersten Minute zahlen müssen: 25 Prozent der Fahrten finden in dieser Gruppe statt.

Echte Nachhaltigkeit. Der bisherige Erfolg der Offerte basiert darauf, dass die Leihoption an den Bedürfnissen seiner Nutzer ausgerichtet und in den ÖPNV integriert wurde. Als erstes digitales Leihradangebot in Deutschland verkörperte es den innovativsten Stand der Technik. Die Mobilitätsofferte erfüllt in mehrfacher Hinsicht die Anforderung an eine echte Nachhaltigkeit: Das KVB-Rad sichert emissionsfrei das Vorankommen der heutigen Generation, ohne zukünftige Jahrgänge durch einen befeuerten Klimawandel weiter zu belasten. Es trägt dazu bei, Kunden für die KVB zu gewinnen und zu binden, die mit ihren Ticketpreisen die Gesamtleistung des Verkehrsunternehmens wesentlich finanzieren. Und es bietet eine einfach zugängliche Mobilität für eine sehr breite Bevölkerungsschicht – ohne hohe Kosten und ohne besondere Fahrtberechtigung.


"Im Jahr 2021 stehen die Bikes im ganzen Stadtgebiet bereit"


Blick nach vorn. Das Leihradangebot startete 2015 mit einer Flotte von 950 KVB-Rädern, inzwischen ist diese auf 1.500 angewachsen. 2021 werden es 3.000 Leihräder sein. Das Bediengebiet umfasst aktuell die Kölner Innenstadt. Im kommenden Jahr wird das KVB-Rad im gesamten Kölner Stadtgebiet angeboten. Sicher ist, dass die Leihradoption mit der neuen Vertragsperiode eine spürbare technologische Weiterentwicklung erleben wird. Das KVB-Rad bleibt nachhaltig, solange es den Bedürfnissen seiner Nutzer entspricht und das Angebot nicht ins Leere läuft.
  

KurzTakt

Das KVB-Rad rollt seit fünf Jahren durch die Stadt und weiter in die Zukunft – Bislang fanden rund 4,5 Millionen Fahrten statt Image 1

Bessere Kühlung
Frische Luft dank Kiemen

Die älteren Stadtbahnen der KVB sind nicht mit einer Klimaanlage ausgestattet. Doch diese Modelle besitzen aufklappbare Seitenfenster, durch die Außenluft einströmen und zur Temperatursenkung im Fahrgastraum beitragen kann. Damit wird die Fahrt an heißen Tagen angenehmer. Um mehr Luft an der Seite der Fahrzeuge einströmen zu lassen, hat die KVB nun an zwei Stadtbahnen einen kiemenähnlichen Aufbau angebracht (Foto). Dadurch wird durch die geöffneten Fenster mehr vorbeiströmende Luft in den Fahrgastraum umgeleitet. Erweist sich die „Klimaanlage ohne Stromverbrauch“ als praktikabel, werden mehr Stadtbahnen hiermit ausgestattet.