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Noch vor Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) kommt der erste E-Scooter auf den Markt – Laut des aktuellen Gesetzesentwurfs müssen Fahrer mindestens zwölf Jahre alt sein – Alles Wissenswerte zum Umgang mit den neuen Rollern Image 1
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Freie Fahrt für E-Flitzer: Noch vor Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) kommt der erste E-Scooter auf den Markt – Laut des aktuellen Gesetzesentwurfs müssen Fahrer mindestens zwölf Jahre alt sein – Alles Wissenswerte zum Umgang mit den neuen Rollern

Elektrische Tretroller: Ab Frühjahr in Deutschland für den Verkehr zugelassen Bild: Martin Kaczmarski

Der Startschuss für das Lifestyle-Produkt im urbanen Mobilitätsmix ist gefallen. Der Bundesverkehrsminister hat den Entwurf zur Verordnung von Elektrokleinstfahrzeugen bereits unterschrieben. Jetzt ist die EU-Kommission am Zug: Sie prüft, ob die einzelnen Regeln die Bestimmungen der Europäischen Union einhalten. Im Anschluss muss der Bundesrat der Zulassung zustimmen. Ende Mai oder spätestens Anfang Juni dürfte die Straßenzulassung für E-Scooter dann offiziell in Kraft treten. Wie eine McKinsey-Studie jüngst untermauerte, soll der Markt für Mikromobilitätslösungen wie E-Tretroller in den kommenden Jahren enorm anwachsen.

WEG IST FREI. Soweit die Theorie: In der Praxis ist dem fränkischen Hersteller Metz mecatech kürzlich per Sondergenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes erlaubt worden, dass seinen E-Scooter moover als erstes in Deutschland hergestelltes Elektrokleinstfahrzeug ab sofort auf Straßen und auf Radwegen gefahren werden darf. Laut Hersteller erfüllt der Elektro-Kickscooter alle Anforderungen, die an E-Bikes gestellt werden, sowie die StVZO §20.

HELM TRAGEN. Gefahren werden darf der „moover“ ab 15 Jahren – vorausgesetzt der Fahrer hat mindestens einen Mofa-Führerschein. Eine Helmpflicht besteht bei dem Elektrokleinstfahrzeug nicht, dennoch wird das Tragen eines solchen unbedingt empfohlen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, besorgt sich am besten zusätzlich Knie- und Ellbogenschützer. Der E-Scooter mit 250-Watt-Motor erreicht schließlich eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h. Sein 216-Wh-Lithium-Akku ermöglicht eine elektrische Reichweite von bis zu 25 Kilometern.

"Er ist das Lifestyle-Produkt für eine urbane Freiheit"

REGELN UND PFLICHTEN. Generell schreibt der aktuelle Gesetzesentwurf ein Mindestalter von zwölf Jahren vor. Vom Alter abhängig ist die Maximalgeschwindigkeit. Das bedeutet, dass ein zwölfjähriger Fahrzeugführer bei seinem E-Scooter ein Tempolimit von zwölf km/h hat. Bevor es mit dem E-Scooter in den öffentlichen Straßenverkehr geht, muss er eine nicht-personengebundene Haftpflichtversicherung abschließen. Die erforderliche Versicherungsplakette soll im hinteren Bereich des E-Scooters sichtbar angebracht werden. Sie kostet wohl – ähnlich den geltenden Tarifen für Mopeds – rund 40 Euro pro Jahr.

KORREKT IM VERKEHR. Wo und wie gefahren werden soll, legt der Gesetzgeber wie folgt fest: Ab einer Geschwindigkeit von mindestens zwölf km/h darf der Radweg benutzt werden. Ist dieser nicht vorhanden, darf in verkehrsberuhigten Bereichen auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Wer laut Tacho am Lenker deutlich langsamer ist, kann den Gehweg nutzen. Dort haben Fußgänger natürlich Vorrang. Auf dem Gehweg zu schnell unterwegs sein, kann ein Bußgeld kosten. Die Strafen beginnen bei 20 Euro und können – je nach Schwere des Verstoßes – sogar bis zu 75 Euro betragen. Außerdem gibt es eine Licht-Pflicht: Der Roller muss mit einem solchen ausgestattet sein.

Die Ausstattung

Der E-Scooter ist, anders als der E-Roller oder das E-Mofa, ein elektrisch betriebener Tretroller mit Lenkstange. Neben Akku und Motor haben die meisten E-Scooter ein Display und Vorder- und Hinterbeleuchtung.

Absolut alltagstauglich

Anfang April wird der e-Niro des Autoherstellers Kia seine Marktpremiere in Deutschland feiern. Der voll alltagstaugliche Stromer ist mit zwei Motorisierungen, 100 und 150 Kilowatt (kW), erhältlich. In der leistungsstärkeren Variante hat er eine Reichweite von bis zu 455 Kilometern und ein Sprintvermögen von null auf Tempo 100 in 7,8 Sekunden. Für gesteigerten Fahrspaß bei dem kompakten Elektro-Crossover sollen ein tiefer Fahrzeugschwerpunkt und der „Sport“-Modus der vierstufigen Fahrmodus-Wahl sorgen. Freude kommt zudem beim Schnellladeanschluss des e-Niro auf: Dank seines CSS-Steckers lässt sich die Batterie an einer 100-kW-Station in 42 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufladen. Das Spektrum moderner Technologie reicht vom Stauassistenten und Müdigkeitswarner bis zum Fernlichtassistenten.

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