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Zusammenschluss mit Folgen: Die Bildung der Städte Königswinter und Bad Honnef 1969 war keine Liebesheirat

Der Drachenfels kann als das gemeinsame Wahrzeichen von Königswinter und Bad Honnef angesehen werden Foto: Ralf Klodt

Inoffizielles Wappentier

Er gilt als ruhig und sanft, mitunter auch störrisch: der Esel. In Königswinter ist er das inoffizielle Wappentier. Esel haben Generationen von Kindern den Drachenfels hochgetragen. Die Steinhauer hatten sich so nach Schließung der Bergwerke neue Erwerbsquellen erschlossen.
Foto: Privat
Foto: Privat

Naherholung direkt vor der Haustür

Wild-romantisches Siebengebirge

Die Aussicht über das Siebengebirge ist eine schöne Belohnung nach dem Aufstieg Foto: Ralf Klodt
Die Aussicht über das Siebengebirge ist eine schöne Belohnung nach dem Aufstieg Foto: Ralf Klodt
Wer den Annatalweg ein Stück den Wald hineingegangen ist, entdeckt, dass es nach zwei Abzweigungen richtig wild und romantisch wird: Das schmale Tretschbachtal ist vielleicht das urwüchsigste im Siebengebirge. Die verwunschenen Täler und manchmal nebelverhangenen Kuppen sind es, die das Gebiet prägen – und zu einem wichtigen Naherholungsgebiet gemacht haben. Bekannt ist der Drachenfels, besondere Eindrücke gewinnen Besucher aber auch vom Oelberg, dem höchsten Punkt des Siebengebirges, oder von der Löwenburg, der Kuppe mit der Ruine einer mittelalterlichen Burg.

Schützenswerte Natur

Der Naturpark (11.200 Hektar) und das darin gelegene Naturschutzgebiet (4.800 Hektar) sind auch bürgerschaftlichem Engagement zu verdanken: Weil im 19. Jahrhundert Steinbrüche die Landschaft bedrohten, gründete sich 1869 der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS). Er betrieb Landschaftsschutz durch Kauf und besitzt bis heute rund 850 Hektar Wald im Naturschutzgebiet. Es war eines der ersten, das ausgewiesen wurde, als der Naturschutz in Deutschland 1920 gesetzlich verankert worden war. Den 1958 gegründeten und 2007 erweiterten Naturpark managt seit 2018 der Rhein-Sieg-Kreis.

Von der Bronzezeit bis heute

Nach wie vor sind die Bergwerksspuren entlang der vielen Wanderwege zu sehen, etwa am Stenzelberg oder am Weilberg. Die unter Schutz stehende Landschaft ist seit Jahrhunderten geprägt durch den Menschen. In der Bronzezeit durch Jäger und Sammler, später durch die Römer oder die Zisterziensermönche, die im 12. Jahrhundert die Abtei Heisterbach gründeten. Die Chorruine Heisterbach zeugt bis heute davon. Mehr Infos: www.naturpark7gebirge.de

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