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Business statt Bücher: Bei der Existenzgründung während des Studiums lauern einige Stolperfallen

Bei der Existenzgründung während des Studiums lauern einige Stolperfallen

Der Oberbergische Kreis hat etwas Neues gewagt und Beratung über soziale Medien angeboten Bild: Anton / Pexels

Es beginnt mit einer Idee. Sie ist irgendwann da und geht nicht mehr weg. Kreist durch den Kopf, wird verworfen, wieder aufgenommen, weiterentwickelt. So beginnen wohl die Geschichten der allermeisten Startups. Eine gute Idee ist aber nicht alles. Wichtiger sei das Gründungsteam, sagt Professor Simon Werther von der Hochschule der Medien in Stuttgart: „Mit wem würde ich gerne gründen? Wer ergänzt meine Kompetenzen? Darauf würde ich das Augenmerk legen.“ Tolle Einfälle gebe es viele. Doch erst sie umzusetzen und hartnäckig zu verfolgen, mache eine echte Gründung aus.

Hochschulnetzwerk nutzen. Wer sich selbstständig machen will, dem bietet ein Studium besonders gute Voraussetzungen. Das finanzielle Risiko der Gründer ist gering, sie haben kaum Verbindlichkeiten – dafür aber viele Freiheiten und häufig eine hohe Bereitschaft Neues auszuprobieren. Hinzu kommt: Selten lassen sich Wissenschaft, Erfahrungen und Beratung so effizient verbinden wie auf einem Hochschulcampus. „Es ist sinnvoll, das Netzwerk der Hochschule zu nutzen, mit Kontakten zu Professoren und Studienbegleitern, aber auch zu Berufskammern und entlang der eigenen Marktbranche“, sagt Jürgen Wager von der Industrie- und Handelskammer Schwaben. Wager berät Studierende rund um die Unternehmensgründung. Ein wichtiger Tipp: sich auch den administrativen Hintergrund eines Unternehmens bewusst machen. Buchführung, Gewerbeanmeldung, Gewinnermittlung, Krankenversicherung – bei diesen Grundlagen fehle den Studierenden häufig die Expertise und Erfahrung.

"Der administrative Aufwand der Betriebsführung sollte nicht unterschätzt werden"

Austausch ist wichtig. Auch Cindy Stern vom Gründungs- und Innovationszentrum der Universität Oldenburg sagt: „Alle gründungswilligen Studierenden haben etwas gemeinsam: Sie wissen häufig nicht genau, was man als nächstes macht, und dann ist es gut, aus der Erfahrung anderer zu lernen.“ Vernetzung lautet ihr Stichwort: „Es ist ratsam, nicht im stillen Kämmerlein zu bleiben, sondern sich mit anderen auszutauschen.“ Grundsätzlich spreche nichts gegen eine Unternehmensgründung: „Es ist eine Doppelbelastung, aber in der Regel kann man beides gut verbinden, wenn der Studierende aus fachlicher Expertise heraus gründet.“ Im Idealfall schaffen es Gründer-Studenten sogar, die Abschlussarbeit mit dem eigenen Gründungsthema zu verbinden – und schlagen so zwei Fliegen mit einer Klappe. Weitere Informationen gibt es unter:
www.gruenderplattform.de
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