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Bild: Shell

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Das Rheinland wird zum Motor der Energiewende Shell setzt alles daran, ein Energieunternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Das Unternehmen in Deutschland und vor allem der Shell Energy and Chemicals Park Rheinland nehmen dabei Schlüsselrollen ein.

24.11.2021

Wir wollen im Einklang mit der Gesellschaft ein Null-CO2-Emissions-Unternehmen werden und damit wesentlich zur Energiewende in Deutschland beitragen“, gibt der Geschäftsführer der Shell Deutschland GmbH, Dr. Fabian Ziegler, als Unternehmensziel aus und ergänzt: „Der Standort Rheinland spielt hierbei eine entscheidende Rolle.“


"Emissionen sind Herausforderungen, die wir annehmen"


Bei Herstellung und Vertrieb der Shell Produkte sollen unter dem Strich keine Treibhausgas-Emissionen mehr entstehen. Gleichzeitig möchte das Energieunternehmen den Ausstoß senken, der freigesetzt wird, wenn Kunden Shell Produkte nutzen. Laut Berechnungen stößt Shell Deutschland selbst im Moment rund ein Prozent der nationalen CO2-Emissionen aus. Weitere neun Prozent entstehen bei Verwendung der Produkte, etwa in Autos, Kraftwerken oder Heizungen. „Diese Emissionen sind für uns eine Herausforderung, die wir annehmen“, betont Dr. Marco Richrath, General Manager von Shell Rheinland. „Wenn wir unterm Strich zehn Prozent der Emissionen sind, dann wollen wir auch rund zehn Prozent zur Energiewende in Deutschland beitragen.“
  

Auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen
Auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen

Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck bis 2050 um netto 100 Prozent zu reduzieren – und zwar weltweit. Damit das gelingt, muss Shell mehr Strom aus erneuerbaren Energien, Biokraftstoffen und Wasserstoff verkaufen. „Wir glauben, dass das gelingen kann, wenn gleichzeitig die Politik für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgt und Kunden vermehrt CO2-ärmere Produkte nachfragen“, so Dr. Fabian Ziegler.

Im Oktober 2020 hat Shell bereits den CO2-Ausgleich eingeführt. Autofahrer haben die Möglichkeit, die CO2-Emissionen des bei Shell gekauften Kraftstoffs zu kompensieren. Der freiwillige Aufschlag wird direkt auf den Kraftstoffpreis aufgeschlagen. Damit werden die Emissionen, die durch den Verbrauch von Benzin, Diesel und Autogas entstehen, über Emissionsgutschriften ausgeglichen. Dabei übernimmt Shell die Kosten des Ausgleichs für das CO2, das bei Herstellung und Transport des Kraftstoffs emittiert wurde.

Es ist ein Neubeginn

Neben dem Personenverkehr reduziert Shell den CO2-Ausstoß des Güterverkehrs. Vor allem der Infrastruktur-Aufbau für LNG und Bio-LNG macht deutliche Fortschritte. Lkw können in Deutschland jetzt an 20 Shell Stationen die CO2-ärmere Diesel-Alternative tanken. Auf dem Wasser reduziert Shell die Emissionen durch Rohöltanker mit Dual-Fuel-Flüssigerdgasmotoren (LNG). Diese verbrauchen 20 Prozent weniger Kraftstoff im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen. Ab 2022 läuft der erste von zehn Supertankern vom Stapel.

Huibert Vigeveno, Vorstandsmitglied der Royal Dutch Shell, betont, dass Deutschland für die Shell Gruppe ein Schlüsselmarkt sei. Daher sei die Transformation hierzulande entscheidend. Wichtig ist ihm dabei, dass der Umbau im Einklang mit den Kunden und der Gesellschaft vorangehe. Dabei wird deutlich: Die Transformation ist kein Abschied, sondern ein Neubeginn. Shell will in Deutschland unter anderem der führende Anbieter von grünem Wasserstoff für Industrie- und Transportkunden werden. Dafür soll vorbehaltlich einer Investitionsentscheidung die Elektrolyse-Kapazität im Energy and Chemicals Park Rheinland verzehnfacht und weitere H2-Projekte untersucht werden. Der Energiekonzern will sich zudem durch Offshore-Wind oder kombinierte Offshore-Wind-/Wasserstoff-Produktion an der Produktion erneuerbarer Energien in Deutschland beteiligen.

Bis 2030 will Shell bundesweit an rund 1.000 Shell Tankstellen Schnellladesäulen errichten und die Rohöl-Raffinerie im Rheinland weiter zu einem Energie- und Chemiepark transformieren. Das heißt: weniger Rohölverarbeitung, mehr regenerative Eingangsstoffe sowie klarer Fokus auf zukunftsorientierte Energielösungen und Spezialchemieprodukte. „Shell in Deutschland will beim Thema Netto-Null-Emissionen für die gesamte Shell vorangehen. Das bedeutet auch, dass wir investieren wollen. Um unser langjähriges Know-how mit neuen Denkansätzen zu vereinen, schauen wir dabei auch auf Start-ups“, kündigt Dr. Fabian Ziegler an.
   

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Mehr Infos zum aktuellen Stand der Transformation und konkreten Projekten finden Sie im großen Interview mit dem General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland, Dr. Marco Richrath.