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Wer es gerne behaglich mag, sollte den Raum ausfüllen, aber nicht zu vollstellen, sodass er erdrückend wirkt Bild: Photographee.eu/stock.adobe.com

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Das gemütliche Nest – gewusst, wie Im eigenen Wohnzimmer will noch nicht wirklich der Wohlfühlfaktor eintreten? Dann gilt es, das Gesamtkonzept zu überdenken. Das sind die häufigsten Fehler bei der Gestaltung und Einrichtung

9.09.2020

Das Wohnzimmer ist in vielen Haushalten der zentrale Raum, vor allem behaglich soll es sein. Doch oft kehrt nach der Einrichtung Ernüchterung ein. Irgendwie hatten sich die Bewohner das Ergebnis ganz anders vorgestellt. Wer unzufrieden ist, hat vielleicht einen oder mehrere der folgenden Fehler gemacht.

Möbel falsch platziert

Die eine Ecke ist vollgestellt, die andere zu leer – oft ist es schon der falsche Ort der Möbel, der ein Wohnzimmer ungemütlich werden lässt. Bei der Gestaltung ist es wichtig, den Raum ausgefüllt wirken zu lassen. Er sollte aber genug Freifläche haben, um nicht erdrückend zu erscheinen. Anstatt alles an die Wand zu stellen, können einige Elemente im Raum platziert werden. Bei großen Zimmern schaffen Regale als Raumtrenner Klarheit.
  

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Zu wenig Licht

Eine Deckenlampe im Wohnzimmer reicht? Nicht, wenn es wirklich gemütlich werden soll. Optimal ist ein Mix aus Arbeitsund Hintergrundbeleuchtung sowie Akzentlicht. Neben Deckenund Stehlampen empfehlen sich dazu noch zwei bis drei weitere Quellen, die warmes Licht abgeben. So können Bewohner für jede Situation und Stimmung die passende Atmosphäre erzeugen.

Pflanzen sind zu klein

Keine Frage: Pflanzen sind gut fürs Raumklima, bringen Natürlichkeit und Frische ins Wohnzimmer und eignen sich als farbige Akzente. Aber nur, wenn es mit der Menge nicht übertrieben wird. Statt vielen kleinen Blumen, die verstreut im Raum stehen und kein gutes Gesamtbild abgeben, sollten Eigentümer lieber wenige, größere Pflanzen im Zimmer platzieren.

Kahle Wände
  

Blumen bringen Frische in die eigenen vier Wände Bild: lulu/stock.adobe.com
Blumen bringen Frische in die eigenen vier Wände Bild: lulu/stock.adobe.com

Minimalismus in allen Ehren – aber die Wände leer zu lassen, ist keine gute Idee. Die Möglichkeiten beim Einrichten sind vielfältig: Bilder, Spiegel oder – wenn es ins Gesamtkonzept passt – Wandteppiche schaffen Behaglichkeit und sorgen für eine individuelle Note. Die Bilder sollten am besten gruppiert werden, anstatt sie einzeln und verloren in den Raum zu hängen. Das Schöne: Die Wände lassen sich jederzeit neu gestalten, wenn eine Veränderung gewünscht ist.

Gardinen falsch angebracht

Wenn die Stange des Vorhangs direkt über dem Fenster hängt, macht das den Raum automatisch kleiner. Die Gardinenstange sollte also besser weiter oben angebracht werden. So ist zum einen die Fensterfläche uneingeschränkt nutzbar, zum anderen wirken die Fenster größer. Ganz ohne Vorhänge geht es aber auch nicht, sonst wirkt das Wohnzimmer zu kahl.

Zu viel Dekoration

Falsche Proportionen sind ein Killer bei der Raumgestaltung. Prunkvolles Mobiliar ist deswegen mit Vorsicht zu genießen. Daneben wirken filigranere Elemente fehl am Platz. Häufiger Fehler: eine zu große Sofalandschaft. Andersherum kann es ungemütlich wirken, wenn kein oder ein zu kleiner Teppich im Raum ausgerollt ist. Manchmal ist weniger jedoch mehr – für die Dekoration trifft das definitiv zu. Wer den Raum mit Kerzen und Vasen vollstellt, tut sich keinen Gefallen. Das wirkt oft beliebig und erdrückend. Die Deko kann das Zünglein an der Waage sein, aber nur sparsam dosiert: Auf Couch- und Beistelltisch sollte genug Platz für Getränke bleiben.  


"Egal wie schön die Optik ist, gerade das Sofa oder der Sessel sollten immer auch bequem sein"


Praxisnutzen vergessen Das Wohnzimmer gewinnt einen

Designpreis, aber auf dem Sofa droht Bewohnern und Gäste der Bandscheibenvorfall? Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Möbel und Accessoires sollten grundsätzlich auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden – egal wie verlockend die Optik ist. Denn letztlich soll der Raum vor allem eins sein: gemütlich.
  

Das investieren Deutsche

Wenn es ums Einrichten geht, sparen die Deutschen nicht. 580 Euro pro Kopf und Jahr geben sie laut Studie des Marktforschers Regio-Data für Möbel und Heimtextilien aus. Europaweit sind nur die Schweizer (rund 719 Euro) und Österreicher (rund 588 Euro) spendabler.