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In den Geschäften muss eine Maske getragen und der Mindestabstand eingehalten werden Bild: Kzenon/stock.adobe.com

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„Wir möchten zeigen, was in den Vierteln passiert“ Handelkümmerer Hans-Günter Grawe über die Vorzüge des Tag des Veedels

27.11.2021

Herr Grawe, am 26. und 27. November kommt es in der ganzen Stadt zur dritten Auflage des Tag des Veedels. Was können die Kölnerinnen und Kölner davon erwarten?

GRAWE: Wie auch in den beiden Ausgaben zuvor werden in den einzelnen Veedeln unterschiedliche Aktionen stattfinden, die durch die Unternehmen selbst oder die Interessengemeinschaften der Veedel organisiert werden. Zudem werden die Händler und Restaurants am Tag des Veedels mit zahlreichen speziellen Angeboten locken, damit sie ihren Kunden dann etwas Besonderes bieten können. In die nahegelegenen Einkaufsstraßen zu gehen, lohnt sich also in jedem Fall.

Wird es in einigen Veedeln auch ein Bühnenprogramm geben?

GRAWE: Bei unseren Planungen müssen wir immer auf die aktuelle Entwicklung der Pandemie achten, deswegen wird es wohl keine Bühnenprogramme geben, da größere Menschenansammlungen in diesen Tagen vermieden werden sollten.

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Welche Corona-Regeln müssen vor Ort beachtet werden?

GRAWE: In den Geschäften ist das Einkaufen so möglich, wie wir es in den vergangenen Monaten gewohnt waren. Es gilt also nach wie vor, dass Masken getragen, die Mindestabstände gewahrt und die Hände desinfiziert werden sollten.

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Ursprünglich war der Tag des Veedels für den 19. September geplant. Warum musste dieser Sonntagstermin verschoben werden, zumal die Inzidenz damals noch deutlich niedriger war?

GRAWE: Die Verschiebung hat nichts mit der Inzidenz zu tun. Verdi hatte mit einer Klage gedroht, weshalb wir den Antrag für einen verkaufsoffenen Sonntag zurückgezogen haben. Von der Politik und der Stadt hatten wir bereits die Genehmigungen bekommen. Doch da es vom Gesetz her nur in Ausnahmefällen möglich ist, einen verkaufsoffenen Sonntag zu haben, hätte die Klage Erfolg haben können. Unsere Planungen wären umsonst gewesen.

Dabei ist es für die Einzelhändler nach dem Lockdown doch wichtig, dass die Leute wieder in ihre Geschäfte kommen.

GRAWE: Das stimmt. Und genau deshalb veranstalten wir den Tag des Veedels. Wir möchten den Menschen zeigen, was in den Vierteln vor ihrer Haustür passiert. Sie sollen am 26. und 27. November in den Genuss kommen, die Angebote der einzelnen Händler genauer kennenzulernen. Wer am Freitag nicht kann, hat am darauffolgenden Samstag die Möglichkeit, davon Gebrauch zu machen.

Werden die Händler mit Weihnachtsaktionen locken?

GRAWE: Insgesamt wird einiges passieren. Zudem haben sich zwei sehr schöne Begleitaktionen ergeben: Die Interessengemeinsamschaften hatten die Möglichkeit bei der Stadt Köln beziehungsweise KölnBusiness Fördergelder für Weihnachtsbeleuchtungen zu beantragen, sodass diese in diesem Jahr besonders schön sind. Am 26. November werden sie schließlich zum ersten Mal eingeschaltet, weshalb wir den Tag des Veedels unter das Motto Lichterglanz gestellt haben. Darüber hinaus sucht KölnBusiness zusammen mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau das weihnachtlichste Schaufenster der Stadt. Dabei sind die Einzelhänlder aller Veedel aufgerufen, ihre Schaufenster entsprechend zu dekorieren, sodass es für die Leute etwas zu sehen gibt.

Es lohnt sich also bei lokalen anstatt bei Online-Händlern einkaufen zu gehen?

GRAWE: So ist es. Und das, obwohl am Freitag der Black Friday ist. Denn unsere Händler haben tolle Angebote und viel mehr zu bieten, als das manchen Leuten bewusst ist. Deshalb gilt: runter von der Couch, in die Veedel gehen, die Angebote vor Ort nutzen und etwas erleben.

Inwiefern werden die lokalen Händler in Köln bald ihrerseits vom Online-Verkauf profitieren?

GRAWE: Wir bauen derzeit eine Online-Veedelsplattform auf, aktuell zunächst als Pilotprojekt für die Stadtteile Rodenkirchen und Lindenthal.

Wie genau soll die Veedelsplattform aussehen?

GRAWE: Wir wollen unteschiedlichste Bereiche, wie Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Kunst und Kultur sowie Ehrenamt, übersichtlich darstellen. Aktionen und Events im Veedel werden dort ebenfalls platziert, sodass den Nutzern wirklich die bestmögliche Übersicht geboten wird. Derzeit legen die Unternehmen bereits ihre Profile an, sodass die Seite schon bald veröffentlicht werden kann.

Wann genau geht‘s los?

GRAWE: Wir hoffen, schon im Dezember so weit zu sein. In den nächsten Monaten sollen dann möglichst viele weitere Veedel auf der Plattform ein Zuhause finden.