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Die Fahrzeuge erhalten ein spezielles KVB-Design

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Bitte einsteigen: Neuer Service auf App-Ruf Im November werden zehn Elektro-Fahrzeuge für das On-Demand-Projekt geliefert

11.09.2020

Die Entscheidung ist gefallen, die Bestellung raus: Im November werden zehn sogenannte London-Cabs geliefert. „Das Fahrzeug ist für den geplanten On-Demand-Einsatz optimal“, sagt Projektleiter Carsten Ploschke. „Mehrere Fahrgäste mit ähnlichem Ziel teilen sich einen Wagen, der auf Abruf fährt. Das Cab bietet sechs Fahrgastplätze, ist mit einer Rollstuhl-Rampe, einem Rollstuhlrückhaltesystem und einer einklappbaren Stufe sowie einem nach außen schwenkbaren Sitz ausgestattet.“

Elektrischer Antrieb. Weitere Vorteile: Der rutschfeste Boden im Innenraum ist fl ach und großzügig gestaltet. Für seheingeschränkte Personen gibt es Haltegriffe und Sitzkanten in kontrastierenden Farben. Über eine digitale Gegensprechanlage können selbst Fahrgäste mit Hörgerät den Fahrer deutlich verstehen. Ploschke: „Außerdem wird das Cab elektrisch betrieben. Zusätzlich gibt es einen Benzingenerator, der eine Gesamtreichweite von bis zu 685 Kilometern gewährleistet.“

Buchung per Handy. Die On-Demand-Fahrzeuge werden nachfrageorientiert und unabhängig von festen Routen oder Fahrplänen eingesetzt: unter der Woche zur Feinerschließung von Quartieren, am Wochenende als Nacht-Shuttle. Zunächst wird das Angebot rechtsrheinisch in Poll, Westhoven, Ensen, Gremberghoven, Porz, Finkenberg, Urbach, Grengel, Elsdorf sowie linksrheinisch in Nippes, Bilderstöckchen, Mauenheim, Weidenpesch und Neuehrenfeld eingerichtet. Dort leben laut Nahverkehrsplan besonders viele Senioren weiter als 300 Meter von der nächsten Haltestelle entfernt. Der Nacht-Shuttle-Service wird in der City und in Teilen der angrenzenden Stadtviertel von 20 bis 3 Uhr in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen umgesetzt. Die Buchung erfolgt per App oder Telefon. Abgeholt werden die Fahrgäste an bestehenden oder „virtuellen“ Haltestellen. Ploschke: „Mitte Dezember wollen wir mit dem Betrieb starten.“
  

KurzTakt

Im November werden zehn Elektro-Fahrzeuge für das On-Demand-Projekt geliefert Image 1

Technik im Test
Unfälle vermeiden

Um die Sicherheit des Busbetriebs zu erhöhen und Unfallrisiken zu reduzieren, testet die KVB Abbiegeassistenzsysteme, durch die der tote Winkel einsehbar wird. Bisher war die Leistungsfähigkeit aktueller Systeme nicht zufriedenstellend. Inzwischen gibt es verbesserte Neuentwicklungen. Drei Systeme werden seit Mai in fünf Solo- und fünf Gelenkbussen im Linienbetrieb getestet. Alle arbeiten mit Weitwinkelkameras; zwei übertragen das Bild auf den Monitor, das dritte wertet die Situation aus und warnt den Fahrer. Nach Abschluss der Testphase wird entschieden, ob und mit welchem System rund 250 Busse der KVB ausgerüstet werden.

Neue Software
Hörbare E-Busse

E-Busse fahren geräuschlos. Ein Vorteil, der zum Nachteil wird, wenn das herannahende Fahrzeug nicht gehört wird. Eine Gefahr besonders für blinde und seheingeschränkte Menschen. Die KVB hat daher die neun E-Busse, die die Linie 133 befahren, bereits mit AVAS ausgestattet – einem Acoustic Vehicle Alerting System. Damit werden bis zu einer Geschwindigkeit von circa 20 km/h künstliche Fahrgeräusche erzeugt. Alle weiteren E-Busse, die die KVB geordert hat oder in Zukunft einsetzt, werden bereits ab Werk mit dem AVAS-System ausgestattet.