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Bei der IHK Köln werden viele Hilfestellungen offeriert Bild: Beatrix Schmittgen

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Die Lage bleibt stabil Laut der IHK Köln halten die Ausbildungsbetriebe ihr Lehrstellen-Angebot aufrecht und suchen Azubis – trotz Corona

31.03.2021

Trotz Pandemie gibt die Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) Suchenden nach einer Ausbildungsstelle Hoffnung. Denn laut IHK gibt es kein „Angebotsproblem“. „Die Unternehmen in der Region Oberberg wissen, dass Ausbildung langfristig der beste Schutz vor Fachkräftemangel ist. Dort, wo es die wirtschaftliche Situation zulässt, werden Ausbildungskapazitäten auch nicht reduziert, sondern stabil gehalten“, so Carsten Berg, stellvertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung. Das hat eine Blitzumfrage der IHK Köln ergeben, an der sich 1.162 Unternehmen beteiligt haben, darunter rund 100 Unternehmen aus dem Oberbergischen Kreis. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe bieten gleich viele Ausbildungsplätze an wie vor der Pandemie. Zehn Prozent mussten ihr Angebot etwas verringern, bilden aber weiter aus. Zwar sind acht Prozent wegen der Pandemie aus der Ausbildung ausgestiegen, aber sogar fünf Prozent der Unternehmen bilden mehr Azubis aus als vor der Krise.

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Kostenfreie Unterstützung

„Diese Zahlen machen uns Mut – und sie sollten auch den jungen Menschen Mut machen, die eine Ausbildung anstreben“, sagt Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK. Auch habe es trotz Corona im Bereich der Ausbildung keine „Kündigungswelle“ gegeben. Im Gegenteil: Die Zahl der vorzeitigen Vertragslösungen ist um über 20 Prozent zurückgegangen. Um aber passende Bewerber für unbesetzte Plätze zu finden, nutzen viele Unternehmen kostenfreie Unterstützungsangebote wie die Ausbildungsstellenvermittlung der IHK Köln. Dort können Jugendliche vorab ihre Berufsvorstellungen besprechen und möglicherweise anpassen. Anschließend bekommen sie Unterstützung, um ihre Bewerbungsunterlagen aussagekräftig zu machen. Danach wird der Kontakt zu Ausbildungsbetrieben hergestellt. Stellenportale, wie die IHK-Lehrstellenbörse oder ähnliche Plattformen, sind ebenfalls beliebt.

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"Die aktuellen Zahlen machen uns durchaus Mut"


Carsten Berg, stellvertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter Ausund Weiterbildung  Bild: IHK Köln
Carsten Berg, stellvertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter Ausund Weiterbildung Bild: IHK Köln

Problem Homeschooling

Mit virtuellen Ausbildungsmessen dagegen haben sich viele Unternehmen – trotz Corona – bislang offenbar noch wenig beschäftigt. Ebenso mit den Fördermöglichkeiten des Bundesprogramms „Ausbildung sichern“. Die IHK Köln bietet dort ein umfangreiches Informationsangebot. Zu den größten Herausforderungen des vergangenen Jahres gehörten für Ausbildungsbetriebe neben Kurzarbeit und dem verstärkten Homeoffice in den Unternehmen zudem die Unterrichtsversorgung an den Berufsschulen. „Auch Azubis sind und waren vom Homeschooling betroffen, das wird leider häufig übersehen“, so Christopher Meier. Er verweist deshalb auf das Angebot „Ausbildungsbegleitende Hilfen“ der Arbeitsagenturen. Über dieses Programm können Betriebe für ihre Azubis nicht nur kostenlos Nachhilfe in ihren schwachen Fächern bekommen, sondern überdies sozialpädagogische Betreuung, Kommunikationstraining, gezielte Prüfungsvorbereitung und nicht zuletzt einen individuellen Lernplan. Alles Aspekte, die den Auszubildenden gezielt unterstützen.

KONTAKT

Weitere Informationen über die Ausbildungsstellenvermittlung der IHK Köln gibt es im Internet unter www.ihk-koeln.de/150. Für Jugendliche und Unternehmen ist die Stellenvermittlung zudem per WhatsApp unter 0173/5 48 75 17, E-Mail (ausbildungsvermittlung@koeln.ihk.de) oder Telefon 0221/16 40 66 50 erreichbar.

» www.ihk-koeln.de