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Bild: Regina Wallau

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Interview mit Nicole Jordy - Seit Februar 2020 Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach

18.03.2021

Frau Jordy, die Pandemie macht es gerade für junge Menschen am Beginn des Berufslebens schwierig, einen für sie passenden Job zu finden. Wie erleben Sie das?

NICOLE JORDY: Das macht mir im Moment Sorgen, denn es ist viel schwieriger geworden, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Wir haben vor gar nicht allzu langer Zeit unser Beratungsangebot an den Schulen massiv ausgeweitet, weil wir festgestellt haben, dass wir da am besten mit den Schülerinnen und Schülern zur Unterstützung der Berufswahlentscheidung in Kontakt treten können. Wenn wir aber diese Präsenz an den Schulen nicht haben können, ist es natürlich viel schwieriger, in Kontakt zu bleiben. Wir sind daher umgestiegen auf telefonische Beratung und haben im Laufe des letzten Jahres die Einführung der Videoberatung vorgezogen. Das war für 2020 noch nicht geplant gewesen, aber unsere IT hat entsprechend Gas gegeben. So konnten wir im September damit starten. Das ersetzt nicht das persönliche Gespräch, aber ist mehr wert als das Telefonat.

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Die Vielfalt der Berufswelt ist sehr groß geworden. Wie helfen Sie Schulabgängern dabei, das Richtige zu finden?

JORDY: Ich glaube, dass wir ein wichtiger Partner sind für die jungen Menschen, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen. Die haben heute sehr viele Informationsmöglichkeiten. Es gibt aber viele Angebote, die oft interessengesteuert sind und da haben wir von der Agentur für Arbeit den Vorteil, dass wir losgelöst von irgendwelchen Interessen den Menschen in den Mittelpunkt stellen können. Für uns ist es wichtig, in die Leute reinzuhören. Es geht nicht darum, ihnen die Entscheidung abzunehmen, sondern herauszufinden, wie der Mensch für sich selber eine gute Entscheidung treffen kann. Da können wir gut Hilfe leisten.