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Modelle veranschaulichen den Aufbau des menschlichen Körpers Bild: Beatrix Schmittgen

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Ein Beruf mit Zukunft Die Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren bietet neue Pflegeausbildungen an

31.03.2021

Die Gesellschaft untersteht einem permanenten Wandel. Menschen werden immer älter, verschiedene Krankheitsbilder gehen damit einher. Dadurch hat sich der Pflegebedarf geändert – Pflegekräfte müssen in der Lage sein, die individuellen Bedürfnisse der Leute zu erkennen und danach zu handeln. Seit vergangenem Jahr bietet die Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren, kurz AGewiS, die neuen Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz an. „Die Bereiche Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden im Berufsbild der Pflegefachfrau und -fachmann zusammengeführt, sodass die Azubis nach ihrem Abschluss befähigt sind, Menschen jeden Alters zu pflegen“, erklärt Nicole Meyer, kommissarische Leiterin der Akademie. Dies sei die generalistische Pflegeausbildung. Daneben können die Teilnehmer sich im dritten Jahr für eine altersspezifische Spezialisierung mit Abschluss in der Altenpflege entscheiden.

Dein Neuer Hotspot

Unterschiedliche Bereiche

In der Ausbildung lernen die Teilnehmer die unterschiedlichen Versorgungsbereiche der Pflege kennen und müssen Praktika in Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, in einer psychiatrischen Einrichtung als auch in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen absolvieren. Angestellt sind die Azubis bei einer der 102 Ausbildungsträgern, mit denen die AGewiS kooperiert; die Akademie selber bietet den Schulplatz an. „Theorie und praktische Ausbildung finden bei uns in Blöcken von bis zu zwölf Wochen statt, die Kursleiter sind aber im ständigen Kontakt zu ihren Schülern und den Trägern beziehungsweise mit den Praxisanleitern“, so Meyer.


"Die Kursleiter stehen in einem ständigen Kontakt zu ihren Schülern"


Dadurch entstehe ein partnerschaftliches Miteinander. Wichtig seien neben der klassischen Pflege ebenso Randthemen. Azubis sollten nicht nur eine fachliche Ausbildung erhalten und Fachtermini beherrschen. „Sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, ist für viele nicht einfach. Sie werden mit einer Situation konfrontiert, die für sie noch völlig unbekannt ist. Da sind die Menschen mit der Frage nach der Pflegestufe und wie diese ermittelt wird völlig überfordert. Dies für sie verständlich zu machen und sie in ihrer Angst abzuholen, gehört zu den Aufgaben der Pflegekräfte“, erzählt Meyer. „Pflege ist Beziehungssache. Gerade in der Langzeitpflege ist es wichtig, die Betroffenen kennenzulernen, ihre Verhaltensweise und den Charakter.“

KONTAKT

Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren
Steinmüllerallee 28
51643 Gummersbach
02261/884380
» www.agewis.de


Der Job: Leben retten

Die Rettungsfachschule der AGewiS ist seit sechs Jahren Ausbildungspartner für Rettungsdienstträger und -betreiber


Die AGewiS ist als staatlich anerkannte Rettungsfachschule seit 2015 Ausbildungspartner und Dienstleister für Rettungsdienstträger und -betreiber. Aktuell kooperiert die Rettungsfachschule mit dem Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises, dem Rettungsdienst des Märkischen Kreises und den Feuerwehren der Städte Altena, Bergisch Gladbach, Iserlohn, Lüdenscheid und Plettenberg. Für die klinischen Ausbildungsanteile wird mit über 15 Kliniken kooperiert. Die Einstellung von Auszubildenden zum Notfallsanitäter erfolgt über den Oberbergischen Kreis. Die Akademie bietet die Ausbildung zum Notfallsanitäter und Rettungssanitäter an. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre. Während dieser Zeit finden insgesamt 1.920 Stunden theoretisch-praktischer Unterricht an der Rettungsfachschule statt. Zwischen den einzelnen Schulblöcken finden praktische Ausbildungseinheiten sowohl in einer Lehrrettungswache als auch in geeigneten Krankenhäusern statt. Dort werden die allgemeine Pflegestation, die interdisziplinäre Notaufnahme, die Anästhesie- und OP-Abteilung, die intensivmedizinische Abteilung, die geburtshilfliche, pädiatrische oder kinderchirurgische Fachabteilung sowie die psychiatrische, gerontopsychiatrische und gerontologische Fachabteilung als aufeinanderfolgende Ausbildungsbereiche durchlaufen.


"Wir bereiten die Azubis auf alle Szenarien vor"


Richtig reagieren

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter beinhaltet mindestens 520 Stunden an theoretisch-praktischen und klinisch- praktischen Ausbildungseinheiten, die unter anderem im Krankenhaus, auf der Lehrrettungswache und in der Schule zu absolvieren sind. Und damit sich die Auszubildenden umfassend auf unterschiedliche Notfallsituationen vorbereiten können, wurde in dem neuen Gebäude der AGewiS ein Trainingsraum mit entsprechender Simulationstechnik eingerichtet. „So können sich die Auszubildenden mit unterschiedlichen Notfallszenarien vertraut machen und im Einsatz besser reagieren“, erklärt Klaus Grootens, der Betriebsleiter der AGewiSS.

VORAUSSETZUNGEN

Ausbildungsvorraussetzungen zum Notfallsanitäter: gesundheitliche Eignung, ein mittlerer Schulabschluss, eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer.

EINSATZ BEREICHE

Notfallsanitäter werden unter anderem auf dem Rettungswagen, im Notarzteinsatzfahrzeug, Rettungsund Intensivtransport-Hubschrauber eingesetzt. Sie können aber auch in Notaufnahmen, Intensivstationen oder OP-Abteilungen im Krankenhaus arbeiten.